Donnerstag, 23. August 2012

Buchrezension: Weit im Norden

Heute möchte ich ein weiteres Buch vorstellen: Weit im Norden von Marcel Theroux.

 
Verlag: Heyne 
Seitenzahl: 431 
Abmessung: 204mm x 139mm x 42mm
Gewicht: 551g
ISBN: 3453528468
Preis: 14€

Inhaltsangabe:
Eine atemberaubende Zukunftsvision
Der Klimawandel hat die Welt radikal verändert! Nur wenige Menschen haben überlebt, darunter auch Makepeace Hatfield, die im äußersten Norden Sibiriens inmitten von Schnee und Eis ein einsames Leben führt. Als sie bei ihrer täglichen Patrouille durch das verlassene Dorf plötzlich einem Fremden begegnet, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie wird mit der Welt außerhalb ihrer eiskalten Einöde konfrontiert, einer Welt, in der sich die Natur den Menschen untertan gemacht hat ..

Meine Sicht:
Das Buch ist in die Kategorie Endzeitdrama einzuordnen.
Erzählt wird es von einer jungen Frau namens Makepeace Hatfield, die als einzige Überlebende in einem verlassenen Dorf im Norden von Tag zu Tag lebt und damit eigentlich ganz gut klar kommt.
Verändert wird ihre Welt an dem Tag, an dem sie Ping trifft, eine schwangere Asiatin, die sie daran erinnert, wie es ist unter Menschen zu leben. Als diese stirbt und ihr Kind mit ihr, bricht für Makepeace eine Welt zusammen. Sie ist am Boden zerstört und will sich das Leben nehmen.
Doch dann verändert ein Flugzeug alles: Sie schöpft Hoffnung und erkennt, dass es da draußen noch etwas gibt, was sie entdecken muss.

So macht sie sich auf die Reise ohne wirkliches Ziel.
Zunächst gelangt sie zu den anderen beiden Siedlungen, die damals parallel zu ihrer Heimatstadt erbaut wurden. Doch auch hier ist alles verlassen und zerstört. Die Hoffnung auf ein neues, besseres und einfacheres Leben, das die Siedler damals hatten und welches sie dazu brachte ihr reiches Leben aufzugeben, ist nun nur noch Schutt.

Auf ihrer Reise erlebt sie viel Elend und Verzweiflung und landet anschließend in Sklaverei. Doch nie verliert sie ihren Lebensdrang. Sie schildert in einfachen Worten aber doch detailliert, wie das Leben sich verändert hat und was die Gründe für die Zerstörung der Zivilisation waren. 
Am Ende jedoch muss sie erkennen, was ihre Hoffnung all die Jahre gestützt hat und dass sie in der neuen Welt keinen Platz haben will.
Zum Schluss jedoch gibt es für sie ein persönliches kleines Happy End.

Das Buch lässt sich aufgrund der einfachen Erzählweise gut und flüssig lesen.
Dennoch muss ich sagen, dass das Buch anders war als erwartet und an einigen Stellen ziemlich zäh ist. Im Endeffekt passiert im Buch nicht allzu viel. Es ist mehr die Art wie Makepeace erzählt oder die Dinge aus ihrer Umwelt schildert, die das Buch interessant machen. 
Das Buch ist wie eine Art Tagebuch, das über ihr Leben berichtet und ihre Gedanken und Erlebnisse teilt. Ich kann das Buch empfehlen, aber es wird wohl nicht für jeden interessant sein.
Wer Endzeitromane mag oder wissen möchte, wie sich eine Welt nach einer Katastrophe entwickeln könnte, dem ist das Buch wärmstens empfohlen. Alle die Action oder ähnliches erwarten, sei davon abgeraten.

Wer neugierig geworden ist, kann sich hier einmal reinlesen:
Leseprobe

(Das Cover mal anders fotografiert.)

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